
Die Zukunft des Publizierens
And publishing
-- ah, consider what
publishing will
become
Ted Nelson,
Literary Machines, 1993, S. 0/11
Wie lange noch werden wir Bücher lesen? Wie kann es
sein, daß wissenschaftliche Fachzeitschriften von den Autoren Geld
bekommen, die inhaltliche Leitung von kaum bezahlten Wissenschaftlern
durchgeführt wird, und die Bibliotheken erstaunliche Preise für das
Produkt bezahlen? Welche neuen Möglichkeiten ergeben
sich aus vernetzten Publikationen?
Der Mehrwert elektronischer Publikationen ergibt sich durch
Verlinkung, automatische Katalogisierung und damit mächtigeren
Anfragen. Welche technischen Grundlagen stehen bereits heute zur
Verfügung? Wie kann der Inhalt eines Textes formal repräsentiert
werden? Welcher Detailierungsgrad macht überhaupt noch Sinn?
Themen:
Bearbeiter mit Bestätigung sind fett gedruckt. Ist für ein Thema
nur ein Bearbeiter fett gedruckt aufgeführt, ist das Thema an
diesen fest vergeben.
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Klassisches Publizieren
(yu)
, vergeben an: Olaf Krueger
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Wie rechnen sich Verlage? Wenn sie Geld von
Autoren und Lesern bekommen, welche Ausgaben haben sie?
Welche Aufgaben nehmen Verlage wahr? Wie lassen sich diese
Geschäftsmodelle in neue Publikationsstrukturen integrieren? Hier als
informatischen Anteil evtl. Dublin Core Metadata vorstellen.
DOIs?
- Richard Sietmann: Zirkelspiele, c't 20/1999;
23/1999
- Geschäftsberichte von Verlagen
- Autorenrichtlinien, Konferenzorganisation
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Xanalogical publishing
(fxg)
, vergeben an: Raymond Martens
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Xanadu, eines der ältesten
Hypertextprojekte läuft seit fast 30 Jahren. Viele Probleme heutiger
Systeme wurden damals schon angesprochen. Aufgabe: Text
kritisch zusammenfassen. Was war damals neu, was ist heute immer noch
neu? Warum könnte das nicht funktioniert haben?
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Digital Libraries
(yu)
, vergeben an: Markus Brüffer
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Basis-Thema zu `Open Archives Initiative' und
`Open Citation project', aber noch einiges Drumrum. Insbesondere:
wie sehen Bibliotheken als klassische Archivare und Wissensvermittler
sich hier? Hier (oder bei Open Archives Initiative) auch auf arXive
eingehen.
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Open Archives Initiative
(fxg)
, vergeben an: Diego Biurrun
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Die Open Archives Initiative bemüht sich um
ein Austauschformat für elektronische Bibliotheken, um zum Beispiel
Archivübergreifende Suchdienste möglich zu machen.
Aufgabe: Santa Fe Convention Report lesen, Diagramm der
Rollen und Datenflüsse erstellen, mit Erläuterung der Aussagekraft der
Datenflüsse. Dafür ggfs. auf den Standard zurückgreifen. Evtl. ein
konformes Projekt darstellen. In Kontext stellen: welche Probleme
werden adressiert, welche nicht?
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Open Citation project
(fxg)
, vergeben an: Hans-Georg Eßer
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Das Open Citation Project bietet einen
Mehrwert-Dienst auf der Basis des Open Archives Protocols an. Es
verwaltet die Zitat-Beziehungen zwischen Dokumenten extern.
Aufgabe: ACM DL 2000 Artikel lesen, den Dienst
beschreiben, die Komponenten und Probleme beschreiben. Kontext:
Researchindex.org, Links vom Autoren. Zustand der Implementierung
bewerten.
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Web-Paymentsysteme
(fxg)
, gestrichen
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Informationsnehmer möchten Informationen im
Web kostenfrei bekommen, Informationsanbieter möchten jedoch bezahlt
werden. Dieser Widerspruch führt unvermeidlich Konflikten. Früher oder
später wird die Benutzung großer Teile des Webs kostenpflichtig
werden. Welche Einkommensquellen haben Webanbieter? Bieten
Micropaymentsysteme eine Lösung? Hier sollte auch ein Überblick über
die derzeit verfügbaren Zahlungssysteme im Internet und die zukünftige
Entwicklung in diesem Bereich gegeben werden.
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Collaboratories
(fxg)
, vergeben an: Konrad Gerhards
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Eine zukünftige Form wissenschaftlicher
Forschungsarbeit. Inwiefern ersetzt das Publikationen?
Aufgabe: IEEE Computer, Buch-Kapitel lesen, Struktur und
Anforderungen auflisten. Evtl. ein konkretes Projekt dabei
einordnen. Möglichst herausarbeiten, welche Rollen Publikationen
(nicht mehr) spielen.
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National
Collaboratories: Applying Information Technology for Scientific
Research; Chapter 5: Building and Using Collaboratories
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R. Kouzes, J. Myers, and W. Wulf (1996).
"Collaboratories: Doing science on the internet," Computer, vol. 29,
no. 8 (August), pp. 40--46. --- Ein Artikel des Erfinders des Worts.
Kurz, aber immerhin zu haben. Noch nicht gelesen.
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Lederberg, J. and K. Uncapher (1989). Towards a National
Collaboratory: Report of an Invitational Workshop at the Rockefeller
University, March 17-18, 1989. --- Hier wird der Begriff erstmals
ordentlich definiert. Nicht zu haben.
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W. Wulf (1988). "The National Collaboratory - A White
Paper" --- Hier wird der Begriff zum ersten mal benutzt. Nicht zu
haben.
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Eine
Dissertation zum Thema. Zu lang, zu wenig technisch. Kann aber bei
konkreten Problemen weiterhelfen.
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Knowledge Representation
(yu)
, vergeben an: Norbert Töpker
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Anwendungen von
Wissensrepräsentations-Techniken. Fragen die geklärt werden: Was sind
Ontologien? Wozu sind sie gut? Wo liegen Ihre Grenzen? Wo werden sie
eingesetzt?
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Kapitel 1, (2), 3, 5, 7 aus John F. Sowa: Knowledge
Representation, Thomson Learning, 2000
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Buchüberblick
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Die Struktur der Welt: Cyc
(yu)
, vergeben an: Dirk Schuphan
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Das ultimative Inhaltsmodell, zumindest vom
Anspruch her, ist cyc. Aufgabe: Teile der upper Ontology
vorzustellen, plus die Rethorical Structure Theory von Hovy.
Problembewußtsein vermitteln: das ist alles überhaupt nicht
intuitiv.
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Textauszeichnung mit XML Schema
(om)
, vergeben an: Carsten Grundmann
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Was steht drin in der neuen
XML-Recommendation? Was läßt sich damit sinnvoll
modellieren?
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Inhaltliche Auszeichnung von Lehrdokumenten
(yu)
, gestrichen
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Standards zu TeachML, LMML etc. lesen und
zusammenfassend darstellen. Wo werden die angewandt? Benutzt die
überhaupt wer? Hier eher Überblick.
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Domänenspezifische Modellierung
(om)
, vergeben an: Christoph Seufert
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Standardsprachen zur Modellierung
mathematischer Zusammenhänge haben inzwischen einen hohen
Standard erreicht. Auch in anderen Domänen gibt es ähnliche
Entwicklungen. Wie wird der Spagat zwischen Inhalt und
Darstellung gelöst. Welche semantische Ausdrucksstärke haben die
Ansätze? Werden die Sprachen benutzt?
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Text-Klassifikationssysteme
(om)
, gestrichen
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Die obigen Ansätze sind hauptsächlich für
manuelle Strukturierung von Dokumenten geeignet. Es gibt jedoch
Ansätze, die mit der Erfahrung zum Beispiel aus der Schrifterkennung
Dokumentstrukturen automatisch modellieren. Was leisten die Ansätze?
Wie funktionieren Sie?
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Semantical Web
(om)
, vergeben an: Evgeni Matoussov
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Die Weiterentwicklung des W3C in Richtung
inhaltliche Modellierung. RDF und XML Schema spielen da wohl wichtige
Rolle, Genaueres ist aber noch herauszufinden. Evtl. mit anderem
Thema zusammenkippen. Aufgabe: Populärwissenschaftlichen
Artikel, Wissenschaftlichen Artikel, und Standard lesen und
verstehen.
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Future Writing Environment
(yu)
, gestrichen
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Forschung an Schreibprozessen: welche
Hilfsmittel gibt es zur Dokumenterstellung selber?
Aufgabe: Einen der Artikel lesen, zusammenfassen.
Skalierbarkeit auf echte Probleme abschätzen. Möglichst auch in den
Kontext der Publikation stellen: welche zusätzlichen Daten fallen an,
die nützlich sein könnten?
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Mike Sharples: Designs for New Writing Environments;
Kapitel 7 in: The New Writing Environment (Überblick über Arbeiten in
Southampton, aber immer noch eine Art Außensicht.)
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Robert Dale and Shana Douglas: Two Investigations into
Intelligent Text Processing; Kapitel 8 in: The New Writing Environment
(Nutzen von Wissen über die grammatische Struktur)
Organisatorisches:
Die Themen werden auf einer Vorbesprechung näher vorgestellt
und verteilt. Wer zu diesem Termin nicht kommen kann, hat immer
noch die Möglichkeit, sich per EMail zu melden. Die Vorbesprechung
findet statt
Am
11. 07. 2001
um 13:15
im Seminarraum des I3.
http://www-i3.informatik.rwth-aachen.de/teaching/0102/Seminar
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Meilensteine: Was
sollte wann fertig werden.
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Scheinbedingunen:
Bei erfolgreicher Teilnahme wird ein Seminarschein für
praktische Informatik vergeben.
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Seminarvortrag:
Allgemeine Informationen zum Sinn und Ablauf eines
Seminars.
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Vorlagen und Vorgaben:
Beispieldokumente und Vorschläge für die konkrete
Gestaltung.
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Seminarband:
Aktuelle, nicht endgültige Fassung des Seminarbandes
als pdf Dokument (ca. 4MB).
Ansprechpartner: